Als erstes Institut
führen die Kliniken Köln - Merheim  roboterunterstützte
Tiefe Hirnstimulationen
durch.

 

ROSA
heißt das Gerät und steht für

RObotic Assisted Surgery

Professor Maarouf mit ROSA ( zu unserem früheren Interview mit Professor Maarouf  HIER

Bildquellen: Rütten / Presseabteilung Kliniken Köln  / Firma Medtech

ROSA ist ein Assistenzroboter der den Neurochirurgen bei seiner Arbeit am Gehirn unterstützt.

Die Klinik Köln - Merheim hat dieses Gerät im Wert von rund 500.000 EUR im November als erste und bisher einzige Klinik auch für den Bereich der THS angeschafft und bereits 23 erfolgreiche Operationen seither damit durchgeführt.

 

Neben  anderen Anwendungen wird ROSA auch bei der Tiefen Hirnstimulation eingesetzt, also etwa bei

 

Zwangserkrankungen, Tourette, Parkinson, Tremor, Dystonie und weiteren

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Wie wir aus vielen anderen Intervíews wissen stellt die Präzision, das A und O  einer risikominimierenden und erfolgreichen THS dar.

 

Präzision und Wissen des Neurochirurgen sind also die Grundpfeiler des Erfolges.

 

Hier hilft ROSA sowohl durch seine Assistenz als auch durch die genaue Aufzeichnung der Operation und dient damit der Forschung und  weiteren Verbesserung der Erfolgsraten.

 

ROSA  erleichtert dem Chrurgen seine Arbeit nach unserem Verständnis dadurch, das die vor der Operation  gemachten bildgebenden Verfahren eingespeist und dann direkt auf den Roboterarm übertragen werden.

Die Präzision des Eingriffes von ROSA liegt dann bei durchschnittlich 0,8 mm Abweichung, bei einem Maximum von 1,4 mm - gegenüber den in der Literatur empfohlenen 2 mm.

 

Zusammenfassung der Original - Pressemitteilung der Klinik Köln Merheim

 

 Nutzen für Patienten für Roboter-unterstützte Stereotaxie

  Erhöhte Genauigkeit und Präzision
    Verkürzte Operationszeit
    Umfassende Qualitätskontrolle
    Erhöhte Standardisierung und Reproduktion der Operation

 

Bildgeführte und/oder manuelle kraftkontrollierte Positionierung von Instrumenten mit
Navigation
    Leistungsmerkmale ROSA: Positioniergenauigkeit: < 1,0 mm Wiederholgenauigkeit: < 0,1 mm
    Bildbasierte Planung auf CT und MRT
  Automatische und manuelle Fusionierung
  Computergestützte, hoch-präzise Berechnung des OP-Feldes mittels Koordinatensystemen

Genauigkeit und Präzision

   ROSA

0,8 mm +/- 0,4 mm; Max.: 1.4 mm
(DBS, 6 Patienten, laterale Abweichung, vergleichbar Literatur: Lefranc 2014)

Empfehlungen für die Genauigkeit aus der Literatur:
DBS < 2,0 mm (DBS = Deep Brain Stimulation/Tiefe Hirnstimulation) Brachytherapie < 1,5 mm



Zusammenfassung

Operationszeit vergleichbar mit konventionellen Systemen bei 1 oder 2 Sonden, Ver- kürzung bei mehr Sonden, z.B. Brachytherapie


    Erhöhte intraoperative Bildqualität bei der Verifikation


    Genauigkeit und Präzision bei DBS ist sehr gut, maximaler Fehler < 1.5 mm


    ROSA ist ein zuverlässiges und umgängliches Instrument, mit dem man einen reibungslosen Arbeitsfluss in der stereotaktischen Neurochirurgie realisieren kann.

 

Weitere Pressemitteilungen der Kliniken Köln:
Neue OP-Technik verbessert die Situation unter anderem von Parkinson-Patienten Krankenhaus Merheim liegt bei den Roboter assistierten stereotaktischen Hirnoperationen bundesweit an der Spitze

Der demografische Wandel schreitet voran, Erkrankungen wie Morbus Parkinson nehmen deutlich zu. In Deutschland gibt es etwa 300.000 Betroffene, rund 30.000 neue Erkrankungen kommen jährlich hinzu. Parkinson ist nicht heilbar, jedoch lassen sich die extrem belastenden Symptome wie zum Beispiel der quälende Tremor (Händezittern), Rigors (Steifigkeit) und Aki- nese (Minderbeweglichkeit) durch eine neue hoch-präzise Operationstechnik mit Hilfe eines robotisierten chirurgischen Assistenten im Krankenhaus Merheim so deutlich verringern, dass der Leidensdruck entfällt und die Patienten wieder am alltäglichen Leben mit Freude teilneh men können.

Das entsprechende Gerät, das den Operateur unterstützt heißt „ROSA“ dies steht für „Robotic Surgery Assistant“. Priv.-Doz. Dr. Mohammad Maarouf, Leiter der Abteilung Funktionelle Neu rochirurgie und Stereotaxie im Zentrum für Neurochirurgie Köln-Merheim, bietet mit seinem Team seit einiger Zeit dieses innovative minimal-invasive operative Verfahren zur Behandlung von neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Tremor und Dystonie sowie ausge- wählten psychiatrischen Erkrankungen wie Zwangskrankheiten (OCD) und Tourette Syndrom an. Zudem behandelt er Patienten mit Hirntumoren. „Das Verfahren ist für den Patienten deutlich sicherer, schonender und schneller, hier bieten wir beste Medizin für den einzelnen indivduellen Patienten und können damit bei Betroffenen und Angehörigen buchstäblich Leid lin- dern“, erläutert Prof. Dr. Horst Kierdorf, Klinischer Direktor der Kliniken Köln.

Die Neurochirurgische Klinik im Krankenhaus Merheim bietet Patientinnen und Patienten eine jahrzehntelange Erfahrung. Die besondere Kompetenz setzt sich mit den neuen minimal- invasiven OP-Anwendungen in der Abteilung „Funktionelle Neurochirurgie und Stereotaxie“ weiter fort. Der Einsatz von ROSA und die daraus folgenden positiven Ergebnisse für die Patienten wurden in einer ersten Evaluation von Priv.-Doz. Dr. Maarouf und seinem Team ausge arbeitet.

Bisher wurden Operationen in den tiefen Hirnarealen mit dem Einsatz einer stereotaktischen
Halterung (konventionelle Stereotaxie) durchgeführt. Die errechneten Zielpunkt-Koordinaten
wurden durch den Operateur manuell eingestellt und das Zielgerät auf den Patienten- Grundring übertragen. Der in allen Dimensionen bewegliche Arm des Roboters registriert präzise den Patienten-Grundring und positioniert eine Halterung für das Bohrinstrumentarium an der exakten Stelle ohne Übertragungsfehler. Mit Assistenz des Roboters kann der Operateur exakt an der vordefinierten Stelle millimetergenau eine Hirnelektrode oder Biopsie-Sonde oh- ne Blutgefäße zu verletzen einführen. Menschliche Fehler sind nahezu ausgeschlossen. Die gesamte OP-Vorbereitung und Durchführung erfolgt   präzise und sicher. ROSA wurde von dem französischen Medizintechnik-Unternehmen MedTech entwickelt. Weltweit sind über 50
Systeme im Einsatz, vier davon in Deutschland. Doch nur in Merheim wird diese innovative
Technik für das breite Spektrum der stereotaktischen Neurochirurgie - Tiefe Hirnstimulation für die Behandlung von Bewegungsstörungen und ausgewählten psychiatrischen Erkrankungen
sowie für die Diagnostik und Therapie von Hirntumoren - eingesetzt.

Bei der  Behandlung von  Parkinson-Patienten werden  mit  der Assistenz von  ROSA  Hirn- Elektroden zu Tiefen Hirnstimulation eingesetzt. Patienten, die beispielsweise durch ein star kes Händezittern maximal in ihrer Lebensqualität eingeschränkt waren, können heute den Alltag normal bewältigen und sogar Auto fahren. „Der Leidensdruck der Patienten entfällt un mittelbar, was uns als Chirurgen die Bestätigung gibt, hier die beste medizinische Lösung für den  unmittelbar  Betroffenen  anbieten  zu  können“,  freut  sich  Priv.  Doz.  Dr.  Mohammad Maarouf.